Mehr als ein Bauernhof

Wie der Stadtteilbauernhof im Sahlkamp Natur, Handwerk und Gemeinschaft verbindet

Sahlkamp (JP). Im Stadtteil tut sich etwas. Auf dem kleinen Bauernhof wurde gerade erst ein neuer Bereich eröffnet und in Betrieb genommen. Wer aktuell vorbeischaut, sieht im Eingangsbereich zwar noch laufende Bauarbeiten, doch genau das zeigt: Hier wächst etwas. Und zwar nicht nur baulich.

Der Hof entwickelt sich Schritt für Schritt weiter zu einem Ort, an dem Kinder und Jugendliche Natur, Tiere, Ernährung und Handwerk unmittelbar erleben können.

Zwei Ponys, drei Esel, zwei Schafe, zwei Ziegen, Schweinchen und Kaninchen gehören aktuell zum Bestand. Neue Tiere sollen nach und nach wieder dazukommen.

Während der Bauphase musste der Bestand aus Platzgründen reduziert werden. Nun sollen unter anderem wieder Schafe und Ziegen angeschafft werden, die auch gemolken werden können.

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Neu eingerichtet wurden unter anderem eine Wollwerkstatt sowie eine Küche, in der künftig auch die Verarbeitung von Milchprodukten gezeigt werden soll. Ziel ist es, Kindern praktisch zu vermitteln, wie Lebensmittel entstehen, wie Butter hergestellt wird oder wie aus Schaf und Ziegenmilch Käse wird. Dabei geht es aber um weit mehr als Tierpflege. Die Kinder und Jugendlichen übernehmen viele Aufgaben selbst, versorgen die Tiere, reinigen Ställe und helfen bei der täglichen Arbeit.

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Unterstützt wird das von der vereinseigenen Kita Gruppe „Die Eselfreunde“, die morgens die Tiere rausbringt und füttert. Auch Bundesfreiwilligendienstleistende sind eingebunden.

Der Hof versteht sich als offener Lernort für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. An vier Nachmittagen in der Woche steht das Gelände für die offene Arbeit zur Verfügung. Vormittags kommen angemeldete Gruppen, etwa Schulklassen oder Kindertagesstätten, um den Bauernhof und seine Abläufe kennenzulernen.

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Die Angebote reichen von Tierpflege über Gartenarbeit bis hin zu Käseherstellung, Wollverarbeitung und Holzarbeiten.

Was den kleinen Bauernhof besonders macht, ist die Mischung aus praktischer Arbeit, Naturerfahrung und sozialem Lernen. Hier geht es nicht ums Zuschauen, sondern ums Mitmachen. Verantwortung übernehmen. Gemeinsam Aufgaben lösen. Handwerklich arbeiten und den Umgang mit Tieren und natürlichen Kreisläufen verstehen.

Genau das macht diesen Ort zu einer besonderen Einrichtung im Stadtteil. Ein Ort, der Kindern Freiraum gibt, sie fordert und ihnen gleichzeitig zeigt, wie wertvoll Gemeinschaft, Natur und eigenes Tun sein können.